Es gibt Menschen, die hinterlassen einen bleibenden Eindruck, eine riesige Lücke, eine schwelende Wunde oder ein schlechtes Gewissen. Manchmal gibt es Jahre später noch Dinge, die man seiner große Liebe gern sagen würde. Nur was? Und vor allem: Wie?

Ich schreibe ja in regelmäßigen Abständen für ze.tt unter anderem Texte über Liebes-Themen. Obwohl ich diesbezüglich selbst auf einen reichen – zum Teil schönen, zum Teil schmerzhaften – Erfahrungsschatz zurückblicken kann, dachte ich mir: Da draußen gibt es doch sicher noch viel mehr Menschen, die einen bestimmten oder eine gewisse Ex haben, der oder die ihnen auch Jahre später immer mal wieder durch Kopf und Herz spukt. So was wie eine große Liebe.

Und ganz bestimmt gibt es darunter auch Leute, die noch Unausgesprochenes mit sich herumschleppen.

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Große Liebe reicht manchmal nicht

Beziehungen enden oder verkümmern noch vor Beginn aus den unterschiedlichsten Gründen – auch, wenn es eine tiefe, große Liebe war. Nicht jedes Mal aus blanker Boshaftigkeit oder purer Gedankenlosigkeit. Oft spielt beispielsweise auch falsches Timing eine Rolle. Oder ein ganzer Sack voller unbearbeiteter Altlasten, Traumata und Neurosen.

Und manchmal kann man nicht richtig auf Wiedersehen (wahlweise auch „Fick dich!“) sagen, weil Schmerz, Trauer, Stolz, Scham oder Wut zu groß sind. Weil sich vielleicht die richtige Gelegenheit nicht bietet. Weil der- oder diejenige gar nicht zuhört. Weil die Worte fehlen.

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Mitunter dauert es sogar etliche Jahre, bis genügend Abstand gewachsen ist, um der Sache halbwegs objektiv begegnen zu können. Ohne Wutschaum vorm Mund und Atemnot im Herzen. Ohne lähmendes Schuldgefühl.

Und dann ist da dieses winzige Bedürfnis hinten links in der Seele, einmal zu formulieren, was die ganze Geschichte überhaupt mit einem angestellt hat. Wie lang die Narben sind, wie hoch die Mauer ums Herz. Wie langanhaltend das Bedauern und die Reue. Oder wie tief auch die Dankbarkeit, wie umfassend und wichtig das Verzeihen.

Lasst es raus!

Ich würde gern einsammeln, was ihr eurer vergangenen großen Liebe immer schon mal sagen wolltet, zusammen mit einem kurzen Warum. Schreibt es mir entweder hier in die Kommentare oder, falls ihr euch nicht traut, hier anonym über Tellonym. Und dann werde ich daraus einen Text machen. Lasst es raus, es wird Zeit. Und tut gut.

 


PS: Ich bin freie Journalistin, Autorin und Studierende und das Betreiben dieses Blögchens kostet – genau wie alles andere im Leben – Zeit und Geld. Wer also mag, kann hier via Paypal ein bisschen Trink-, äh, Schreibgeld dalassen. Dankeschön! <3

 

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