01 Jun

Warum ich meine Schrott-Wohnung liebe

Ich habe eine Wohnung in Berlin! Leider ist von meiner Devise „Diesmal muss alles hübsch ordentlich sein, sonst läuft nichts“ (such Hybris!) etwa so viel übriggeblieben wie von einem Becher Ben&Jerry’s bei akutem PMS.

Meine neue Wohnung ist – ich denke, das kann man objektiv so festhalten – das, was man landläufig mit dem Begriff „schrabbelige Butze“ bezeichnen würde. Weiterlesen…

12 Jan

Seitenwechsel in Rio de Janeiro

Ich weiß nicht mehr, wann ich das letzte Mal einen Mann so fest umklammert habe. Meine Arme sind fast taub. Ich kauere auf dem Rücksitz eines klapprigen Mofa, „Mototaxi“ heißt das hier. Die bringen einen in den Favelas in Rio für 2 Reals den Berg hoch. Der Helm auf meinem Kopf lässt sich nicht schließen, zu groß ist er auch, und rutscht bei jeder größeren Unebenheit weiter Richtung Nacken.  Weiterlesen…

06 Nov

Meine Ankunft in New York

„Sie sehen glücklich aus. Warum sind Sie so glücklich, Jessica?“ Die Frau hinter dem Schalter in New York fletscht professionell die Zähne, ihre Stimme klirrt zu hell, um ehrlich freundlich zu sein. Dass mir diese Frage so gestellt mikrosekundenlang ein schlechtes Gewissen macht, schafft nur das Department of Homeland Security. Jedes Mal. Im Neuronentempo horche ich in mich hinein: Bin ich vielleicht doch nur deshalb so gut gelaunt, weil irgendein subversiver Teil im finstersten Winkel meiner Seele insgeheim die amerikanische Bevölkerung pulverisieren will?  Weiterlesen…

04 Nov

Weltreise-Start mit Fensterplatz

Der A 380 ruckelt vom Gate zur Startbahn und ich blicke durch das Bullauge auf die vergangenen eineinhalb Jahre. Der kalte Kunststoff der Wandverkleidung reibt an meiner Schläfe. Ich sitze in einem Flugzeug, spüre Dankbarkeit und bin dabei, all die Orte zu bereisen, die ich schon immer sehen wollte – mein größter Wunsch wird wahr.  Weiterlesen…